Geboren am: 6. Januar 1822 in Neu-Buckow
/ Mecklenburg
Gestorben am: 26. Dezember 1890 in Neapel
Von Kindheit an besessen von der Idee, dass Homer wahre Begebenheiten
geschildert hatte und dass Troja wirklich existiert hatte, setzte er alles
daran, diesen berühmten Ort zu finden. Und es gelang ihm die Sensation:
Die Entdeckung von Troja.
Doch nicht nur die Entdeckung Trojas verdanken wir seinem archäologischen
Spürsinn und seinem unermüdlichen Einsatz, auch Mykene und Tiryns
machte er durch seine Ausgrabungen weltberühmt.
Volle Unterstützung bei allen seinen Unternehmungen erhielt er
von seiner Frau Sophie Schliemann, einer gebürtigen Griechin.
Heinrich Schliemann wurde und wird nach wie vor von Archäologen
der Vorwurf gemacht, dass er bei seinen gewaltigen Ausgrabungstätigkeiten
vieles unwiederbringlich zerstört hatte! Doch gerade sein unbändiger
Forschungsdrang war es schließlich, der diese Entdeckungen ermöglichte.
Mit gewaltiger Energie und unter ausschließlichem Einsatz von eigenen,
privaten Geldmitteln schaffte er diese archäologische Sensation. Auch
muss man die schwierigen Bedingungen der damaligen Zeit berücksichtigen.
So ist es auf jeden Fall ungerecht, im nachhinein Heinrich Schliemann Versäumnisse
vorzuwerfen, zumal bei Projekten von derartigen Dimensionen - er beschäftigte
bis zu 200 Arbeiter gleichzeitig - Fehler unvermeidlich sind. Obwohl
kein ausgebildeter Archäologe, gelang Heinrich Schliemann die größte
Entdeckung in der Geschichte der Archäologie, und dafür sei ihm
ewiger Nachruhm! |
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