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Dorothea war die erste medizinische Ärztin in Deutschland. Der Weg der Frauen in der Medizin war immer beschwerlicher als bei den Männern, und vielfach nur unter Ertragen von hämischen Kommentare und bösartigen Angriffe möglich. Trotzdem war es ihr möglich, 1754 Ärztin zu werden. Dorothea Erxleben, geborene Dorothea Christiana Leporin am 13. November 1715 in Quedlinburg in Deutschland, war die Tochter eines Quedlinburger Arztes. Ihre ersten medizinischen Unterweisungen erhielt Dorothea durch ihren Vater, dem sie in seiner Praxis zur Hand gegangen ist, und auch bei seinen Krankenbesuchen begleitete. Trotz ihren außergewöhnlichen anatomischen und medizinischen Kenntnissen blieb ihr eine förmliche Universitätsstudium verwehrt. Als sie daher im Jahre 1740 den jungen Preußenkönig Friedrich II. - besser bekannt als Friedrich der Große (1712-1786) - bat, ihr die Promotion zu ermöglichen, wies dieser die medizinische Fakultät in Halle an, die sie bei einer Promotion keine Schwierigkeiten bereiten sollte. Durch die Heirat mit dem Diakon Johann Christian Erxleben, verzögerte sich das Medizinstudium, und da Dorothea Erxleben weiter ärztliche Hilfreichung machte, trug ihr dies eine Anzeige Quedlinburger Ärzte wegen Kurpfuscherei ein. Um die Praxis ihres Vaters zu übernehmen und Patienten weiter behandeln zu können, unterzog sie sich schließlich dem Medizinstudium und promovierte im Jahre 1754 in Halle zum Doktor. Danach praktizierte sie bis zu ihrem Tode in Quedlinburg. Dorothea Erxleben starb am 13. Juni 1762 mit 46 Jahren in Quedlinburg. Sie hatte eine Infektion. Obgleich Dorothea nur 8 Jahre lang Ärztin war, wurde sie sehr respektiert. Sie hatte geholfen, die Tür zu anderen Frauen zu öffnen, die im medizinischen Beruf tätig sein wollten. |